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Einmal im Jahr begrüßt Hamburgs Literaturszene einen Gast. Dieses Jahr ist es eine Aachenerin, die etliche Sprachen beherrscht und den Regen liebt. Wenn das mal nicht zu Hamburg passt.

Die belgisch-deutsche Schriftstellerin Katelijne Gillis hisst die Segel, um in Hamburg für vier Monate zu Gast zu sein. Die diesjährige Stadtschreiberin wurde in Antwerpen geboren, lebt in Aachen und wird von August bis November 2019 im Vorwerkstift in der Hansestadt leben.

Als direkte Nachfahrin von Peter Paul Rubens steckt ihr die Kreativität quasi im Blut, und das wird sie den Hanseaten beweisen. Bei diversen Lesungen und jederzeit an ihrem jeweiligen Schreibort. In vier Kulturbetrieben der Stadt geht sie jeweils einen Monat lang literarisch vor Anker. Zu Beginn wird sie sich im Bergedorfer Schloss einen Schreibplatz zwischen den Ausstellungsstücken des Museums einrichten. Anschließend wird sie diejenige sein, die das Publikum beobachtet, an der Hausbar im Schmidt Theater an der Reeperbahn. Im Oktober legt sie im Harburger Binnenhafen an, um in der KulturWerkstatt den Betrieb aufzumischen, um den Herbst unter Lesenden in der Zentralbibliothek der Bücherhallen am Hühnerposten ausklingen zu lassen.

Mit ihr ins Gespräch zu kommen und mehr über sie zu erfahren, wird für die Hamburger*innen und alle Besucher*innen einfach sein, sie spricht fünf Sprachen und wird im HAMBURGER-GAST-Blog über ihre Eindrücke berichten. Sie bringt die idealen Voraussetzungen für das mit 1500 Euro monatlich dotierte Stadtschreiber- Stipendium mit.

In ihrem Motivationsschreiben für das Amt heißt es, sie „liebe Theater, menschliche Stimmen, dunkle Schokolade, den Regen und gute Texte.“ Fest steht: Die Antwerpener Autorin gewinnt das Stadtschreiber-Stipendium und die ganze Stadt eine grandiose Schriftstellerin.

Am 3. August 2019 präsentiert sie bei der Begrüßungsfeier um 18:30 Uhr im Saal vom Bergedorfer Schloss ihren Gewinnertext „Unterm Eis“. Bei freiem Eintritt. Zudem kann sich das Publikum auf die Lesungen der beiden Zweitplatzierten freuen. Der Berliner Kirchenmusiker, Wachtmeister, Barkeeper und vor allem mehrfach ausgezeichnete Autor Stephan Groetzner verrät, was es mit „Nixnich“ auf sich hat. Die Wuppertaler Schriftstellerin Kerstin Meixner zeigt, wie mitreißend das „Kühe streicheln“ auf Stadtbewohner wirkt.

Quelle: www.hamburger-gast.de